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Bauchnabelentzündung: Ursachen, Symptome, Behandlung

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Bauchnabelentzündung

Bauchnabelentzündung: Ursachen, Symptome, Behandlung

Eine Bauchnabelentzündung, auch Omphalitis genannt, ist eine ernste Erkrankung, die den Nabel und das umgebende Gewebe betrifft. Diese Entzündung kann bei Säuglingen sowie bei Erwachsenen auftreten und erfordert eine rechtzeitige Diagnose und angemessene Behandlung, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. In diesem Beitrag gehen wir den Symptomen sowie den Ursachen auf den Grund, und beschreiben, welche Risiken bestehen und Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Warum haben wir einen Bauchnabel?

Während der Schwangerschaft ist der Bauchnabel eine lebenswichtige Verbindung zwischen Mutter und Kind. Über die Nabelschnur erhält das ungeborene Baby Nährstoffe und Sauerstoff aus der Plazenta, die als Mutterkuchen bekannt ist. Diese Versorgung ermöglicht das gesunde Wachstum und die Entwicklung des Fötus im Mutterleib. Nach der Geburt erfolgt die Abnabelung, bei der die Nabelschnur steril durchtrennt wird.

In den ersten Lebenstagen des Neugeborenen durchläuft der Nabelschnurrest einen natürlichen Heilungsprozess. Er trocknet ein, nimmt eine dunkelblaue Farbe an und löst sich schließlich innerhalb von fünf bis 15 Tagen ab. Während dieser Zeit werden körpereigene Immunzellen und Proteine aktiviert, um den Nabelschnurstumpf abzustoßen. Diese Entwicklungsprozesse sind wichtig für die vollständige Heilung des Nabels und stellen keine Infektion dar.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese natürlichen Heilungsreaktionen sich von einer bakteriellen Bauchnabelentzündung beim Baby unterscheiden.

Was ist eine Bauchnabelentzündung?

Eine Bauchnabelentzündung tritt auf, wenn Bakterien in den Nabel eindringen und eine Infektion verursachen. Bei Säuglingen ist der Nabelstumpf, der nach der Geburt verbleibt, eine offene Wunde, die anfällig für Infektionen ist. Bei Erwachsenen kann eine Bauchnabelentzündung durch verschiedene Faktoren wie Piercings, Hauterkrankungen oder schlechte Wundheilung verursacht werden.

Eine entzündete Bauchnabelregion kann potenziell schwerwiegende Komplikationen verursachen, insbesondere wenn Bakterien in das umliegende Gewebe und den Blutkreislauf gelangen. Eine unzureichende Hygiene kann die Vermehrung von Bakterien und Pilzen in den Tiefen des Bauchnabels begünstigen und gelegentlich zu einer Entzündung führen. Bei erwachsenen Personen deutet ein entzündeter und unangenehm riechender Bauchnabel möglicherweise auf mangelnde Hygiene hin.

Was sind die Symptome einer Bauchnabelentzündung?

Eine Bauchnabelentzündung macht sich auf verschiedene Weisen bemerkbar, wobei bestimmte Symptome auf eine Entzündung hinweisen können:

  • Unangenehmer Geruch: Ein unangenehmer Geruch um den Bauchnabel herum kann ein Hinweis auf eine Entzündung sein. Allerdings kann dieser Geruch auch auftreten, wenn der Nabel nicht ausreichend gereinigt wird und sich Schmutz oder Hautschuppen in den Falten ansammeln. Allein der Geruch ist daher kein eindeutiges Indiz. Wenn jedoch zusätzlich Berührungsempfindlichkeit auftritt, deutet dies eher auf eine Infektion hin.
  • Schmerzen im Nabelbereich: Bei einer Entzündung sind Schmerzen im Bauchnabelbereich typisch. Je stärker die Infektion ist, desto intensiver können die Schmerzen sein. Oft ist der Bauchnabel auch warm bei Berührung.
  • Juckreiz oder Rötungen: Ein starkes Jucken kann ebenfalls ein Zeichen für eine entzündete Bauchnabelregion sein. Häufig treten auch Rötungen um den Nabel herum auf, die auf eine Infektion hindeuten können.
  • Absonderungen: Eine typische Eigenschaft einer Omphalitis ist das Austreten von eitrigem oder blutigem Sekret aus dem Nabel. Dies kann jedoch auch auf das Vorhandensein eines Abszesses hinweisen, einer mit Eiter gefüllten Höhle, die ebenfalls behandelt werden muss.

Wenn zu diesen Anzeichen Symptome wie Fieber, Lethargie, Trinkschwäche, niedriger Blutdruck oder beschleunigter Herzschlag hinzukommen, ist schnelles Handeln erforderlich. In solchen Fällen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Blutvergiftung, insbesondere bei Säuglingen.

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Was sind die Ursachen einer Bauchnabelentzündung?

Die Hauptursache für eine Bauchnabelentzündung ist die Besiedelung des Nabels mit Bakterien, insbesondere Staphylococcus aureus. Bei Säuglingen kann die Infektion während oder nach der Geburt auftreten, wenn die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden. Bei Erwachsenen können Piercings, Kontaktallergien oder Hauterkrankungen zu einer Entzündung führen.

Wie gefährlich ist ein entzündeter Bauchnabel?

Ein entzündeter Bauchnabel kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen, insbesondere wenn die Infektion unbehandelt bleibt. Die Bakterien können sich auf umliegende Gewebe ausbreiten und zu Abszessen, Blutvergiftungen oder sogar lebensbedrohlichen Zuständen wie einer Sepsis führen. Besonders bei Neugeborenen ist eine schnelle Diagnose und Behandlung entscheidend, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Warum sich beim Baby der Bauchnabel entzündet

Der Bauchnabel eines Babys ist in den ersten Wochen nach der Geburt eine offene Wunde, die anfällig für Infektionen ist. Die Infektion kann durch mangelnde Hygiene während oder nach der Geburt, unzureichende Pflege des Nabels oder bestimmte medizinische Verfahren wie die Verwendung von Nabelschnurkathetern verursacht werden. Das unreife Immunsystem des Babys macht es anfälliger für Infektionen.

In Entwicklungsländern ist die Bauchnabelentzündung ein bedeutender Faktor für die hohe Sterblichkeitsrate von Neugeborenen. Im Gegensatz dazu betrifft ein entzündeter Bauchnabel in Industrieländern weniger als ein Prozent der Neugeborenen und führt äußerst selten zum Tod.

So diagnostiziert man eine Bauchnabelentzündung

Die Diagnose einer Bauchnabelentzündung erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung, bei der der Arzt den Nabel auf die typischen Symptome hin überprüft. Zur Bestätigung der Diagnose können Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um Entzündungsmarker und Bakterienkulturen zu überprüfen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall können verwendet werden, um das Ausmaß der Infektion zu beurteilen und mögliche Komplikationen zu erkennen.

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten und Therapien für eine Bauchnabelentzündung?

Die Behandlung einer Bauchnabelentzündung hängt von der Schwere der Infektion und den zugrunde liegenden Ursachen ab. Im Allgemeinen umfasst die Behandlung die lokale Reinigung und Desinfektion des Nabels sowie die Verabreichung von Antibiotika, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen. Bei schweren Infektionen oder Komplikationen kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein, die eine intravenöse Antibiotikatherapie und eine intensive Überwachung umfassen kann. In einigen Fällen kann eine chirurgische Intervention erforderlich sein, um Abszesse zu drainieren oder abgestorbenes Gewebe zu entfernen.

Es ist wichtig, eine Bauchnabelentzündung frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden und die Genesung zu unterstützen. Eine gute Hygiene und regelmäßige Nachsorge sind entscheidend, um das Risiko einer erneuten Infektion zu minimieren und die Gesundheit des Nabels zu erhalten. Zu möglichen Behandlungen gehören:

  • Medikamente: Bei einer beginnenden Bauchnabelentzündung kann es ausreichen, regelmäßig antibiotische und keimreduzierende (antiseptische) Salben unter ärztlicher Überwachung zu verwenden. Dazu gehören auch austrocknende Mittel wie spezielle Puder oder Wundsalben mit beispielsweise Zink, die oft in der Hausapotheke vorhanden sind. Diese austrocknenden Präparate sollten jedoch nicht auf offene Wunden aufgetragen werden.

Im Falle einer fortgeschrittenen Bauchnabelentzündung reicht alleinige Salbenbehandlung nicht mehr aus. In solchen Fällen verschreibt der Arzt in der Regel ein Antibiotikum, das den gesamten Organismus beeinflusst. Das Antibiotikum kann in Form von Tabletten eingenommen werden oder intravenös über eine Vene verabreicht werden.

  • Hausmittel: Sie können unterstützend zur medikamentösen Behandlung bei einer entzündeten Bauchnabelregion bei Erwachsenen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Kamillenbäder oder Kompressen mit Kamillensud. Es ist wichtig, den Bauchnabel nach dem Baden sorgfältig und sanft zu trocknen. Hausmittel allein sind jedoch keine ausreichende Behandlung für eine Bauchnabelentzündung.

Es ist wichtig zu beachten, dass Hausmittel ihre Grenzen haben. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben, trotz Behandlung nicht besser werden oder sogar schlimmer werden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

  • Operation: Im Falle einer fortschreitenden Infektion des Bauchnabels, der Bildung von Abszessen oder drohendem Gewebetod, kann eine Operation erforderlich sein. Ein solcher Eingriff ist dann unvermeidlich und kann lebensrettend sein.

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